Kniearthroskopie - Kniegelenk Arthroskopie - Knie Operation - Arthroskopisch

Einen Schaden am Kniegelenk zu reparieren, ohne das empfindsame Gelenk aufschneiden zu müssen, war schon immer ein Idealvorstellung. So wundert es nicht, dass das Hineinschauen in Gelenke mittels optischer Instrumente, erstmalig schon vor fast 100 Jahren versucht wurde. Die Verwirklichung dieses Wunsches hat zu Beginn der 90er Jahre seine unvergleichliche Erfolgsgeschichte begonnen und ist heute aus der modernen Kniechirurgie nicht mehr weg zu denken: die Gelenkspiegelung oder Arthroskopie.

Arthroskopie_Knie

Was bedeutet Kniearthroskopie?
Wörtlich übersetzt bedeutet "arthros" = Gelenk und "skopein" = hineinschauen. Heute versteht man unter einer Kniearthroskopie jedoch nicht nur das Hineinschauen in das Kniegelenk, sondern vor allem auch das gleichzeitige minimal-invasive Reparieren des Gelenkschadens.

Wie funktioniert eine Kniearthroskopie?
Bei einer Kniearthroskopie werden in aller Regel lediglich zwei ca. 3 mm kleine Schnitte für die Operation benötigt. Über einen dieser Zugänge wird eine kleine Optik mit entsprechender Beleuchtung in das Kniegelenk eingebracht. An diese Optik ist eine Minikamera angeschlossen die der Operateur führt und somit das Innere des Gelenkes samt aller wichtigen Strukturen (Meniskus, Kreuzband, Knorpel, etc.) auf einem Monitor exakt beurteilen kann. Zur besseren Sicht, und um das Gelenk zu spülen, wird zusätzlich über dieses Instrumentatrium Flüssigkeit (z.B. physiologische Kochsalzlösung) in das Gelenk eingeleitet.

Über den zweiten, auch nur ca. 3mm kleinen Schnitt, kann der Operateur entsprechende Spezialinstrumente in das Kniegelenk einbringen, um den Schaden zu reparieren. Bei diesen Instrumenten handelt es sich um mechanische Instrumente wie Minischeren oder Minifräsen aber auch elektrothermische oder laserartige Instrumente.

Was sind die Vorteile einer Kniegelenk Arthroskopie?
Bei der Arthroskopie kann der erfahrene und geübte Operateur sämtliche Schäden im Kniegelenk mit der Minikamera exakt beurteilen und direkt optimal behandeln. Durch die vergrößerndere Optik ist ein solcher Eingriff von einem erfahrenen Operateur mit höchster Präzision möglich.

Vorteilhaft gegenüber einer Operationen mit großem Schnitt und vollständigem Eröffnen des Kniegelenkes ist, dass bei einer Arthroskopie keine gesunden Strukturen verletzt werden müssen, um ans Ziel, nämlich den Schaden im Gelenk, zu gelangen. Somit ist eine Kniearthroskopie für den Patienten geringer belastend und weniger schmerzhaft als eine offene Operation. Das Kniegelenk erholt sich rascher und ist rascher wieder belastbar. Kleinere arthroskopische Operationen wie eine Meniskusoperation können ggf. ambulant durchgeführt werden. Größere arthroskopische Operation wie eine Kreuzbandoperation sind meist nur mit einem kurzen Klinikaufenthalt von nur 2 bis 3 Tagen verbunden.

Bei einer Kniearthroskopie sind in aller Regel allgemeine Operationsrisiken wie Infektion, Nachblutung, Nervenverletzung, Gelenkeinsteifung, Thrombose etc. deutlich geringer als bei einer offenen Kniegelenkoperation.

Was sind die Risiken einer Kniegelenk Arthroskopie?
Vor jeder Operation, so auch vor jeder Kniearthroskopie sollte im Vorfeld genau geklärt werden, welcher Schaden im Gelenk besteht. Zudem muss ein Kniesexperte abschätzen ob durch die Arthroskopie der Gelenkschaden repariert, oder zumindest Folgeschäden wie beispielsweise die Entwicklung einer Arthrose vermindert werden können. Hierzu ist die Krankengeschichte des Patienten, die genauen Untersuchung durch einen Kniespezialisten und ggf. weitere apparative Untersuchungen wie Röntgen, Ultraschall oder Kernspin erforderlich.

Auch eine minimal-invasive Operation wie eine Kniearthroskopie darf nicht leichtfertig durchgeführt werden. Das Operationsrisiko bei einer Arthroskopie ist zwar vergleichsweise gering, aber Komplikationen sind (wie in allen Lebenslagen !) nie zu 100 % auszuschließen.

Von ganz entscheidender Bedeutung für den Erfolg einer Kniegelenk Arthroskopie ist sicherlich die Erfahrung des Operateurs und seines Teams.

Was ist sonst noch bei einer Kniearthroskopie zu beachten?
Für eine Kniearthroskopie ist eine Betäubung notwendig. Ob eine Vollnarkose oder eine Regionalnarkose sinnvoller ist, sollte individuell, nach entsprechender Untersuchung des Patienten durch den Narkosearzt entschieden werden.

Auch bei einem minimal-invasiven Eingriff wie einer Arthroskopie des Kniegelenkes ist eine adäquate Nachbehandlung für den Heilungserfolg entscheidend. Die Nachbehandlung sollte im Vorfeld genauestens zwischen Arzt und Patient abgesprochen werden. Die meist gestellten Fragen, die individuell beantwortet werden sollten lauten:

  • Wie lange muss ich Entlasten und Gehstöcke benutzen?
  • Wie lange kann ich nicht arbeiten?
  • Wie häufig muss ich zum Krankengymnasten?
  • Was kann ich selber zu Heilungserfolg beitragen?
  • Wann kann ich wieder Sport treiben?

Eine Kniearthroskopie sollte nur durch einen sehr erfahrenen Kniespezialisten durchgeführt werden.

Wer ist Spezialist für die Kniearthroskopie?

Dr. Preis, Dr. Schroeder und Dr. Lages von der KLINIK am RING, Köln sind auf die Behandlung von Kniegelenkerkrankungen spezialisiert. Sie führen jährlich ca. 1000 arthroskopische Operationen an Kniegelenken durch. 2004 gründeten sie das WESTDEUTSCHE KNIE & SCHULTER ZENTRUM.

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