Infothek Schulter (10)

Durch das veränderte Freizeitverhalten und den zurecht gestiegenen Anspruch des Menschen auch im reiferen Alter noch aktiv sein zu können, rücken Beschwerden des Schultergelenkes immer mehr in den Fokus. Dank moderner Therapiemöglichkeiten kann der erfahrene Arzt bei Schulterbeschwerden immer häufiger erfolgreich helfen.

schulterschmerzen

Was macht unser Schultergelenk so besonders?
Die Schulter ist das beweglichste Gelenk im menschlichen Körper. Dies verdangt sie ihrer besonderen Bauweise: einem kugelartigen Gelenkkopf der sich in einer flachen Gelenkpfanne bewegt. Damit das sehr bewegliche Gelenk dennoch stabil ist, ist es umgeben von einer sehr komplexen, dadurch aber auch anfällige Konstruktion aus Gelenkkapsel, Sehnen, Bändern und Schleimbeuteln. Insbesondere die an der Schulter ansetzenden Sehen, die Rotatorenmanschette, neigen nach Überlastung zu Entzündung oder Verschleiß. Bei dauerhafter Überlastung kommt es schließlich häufig sogar zum Sehnenriss.

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Ein Sehnenenriss an der Schulter heilt nicht von selbst. Nur eine frühzeitige Diagnose ermöglicht eine optimale Therapie!

Sehnenriss

Wie kommt es zu Sehnenriss an der Schulter?
Die Sehnen an der Schulter können durch einen Unfall, wie beispielsweise einen Sturz auf den Arm, oder auch sonstige stärkste Belastungen reißen. Häufig ist jedoch ein chronischer Sehnenverschleiß mit ursächlich dafür, dass es zum Sehnenriss kommt. Bei einer vorgeschädigten, verschlissenen Sehne reicht manchmal eine Alltagsbelastung aus, um sie reißen zulassen.

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"Bin ich etwa schon verkalkt?" - Diese oder ähnliche Fragen werden häufig von Patienten gestellt, wenn ihnen die Diagnose „Kalkschulter“ eröffnet wird. Die Kalkschulter hat jedoch mit der weitverbreiteten Erkrankung Arteriosklerose (Arterienverkalkung) nichts zu tun und stellt ein völlig eigenes Krankheitsbild dar.

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Wie kommt es dazu, dass sich an der Schulter ein Kalkdepot bildet?
Als Ursache der Kalkeinlagerungen (Calciumsalze) wird eine anlagebedingte verminderte Durchblutung bestimmter Sehnenanteile diskutiert, in denen sich dann im Laufe der Zeit Kalk ablagert. Eine andere Ursache mag sein, dass im Rahmen von Alterungsprozessen an der Sehne (Sehnendegeneration) fehlgeschlagene Heilungsversuche zu Kalkeinlagerungen führen.

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Auf die Schulter können erhebliche Kräfte einwirken. Das empfindsame Gelenk kann hierdurch überlastet und geschädigt werden.

Schulterluxation

Eine instabile Schulter, was ist darunter zu verstehen?


Die Schulter ist das beweglichste Gelenk des menschlichen Körpers. Dieses hohe Maß an Beweglichkeit bedeutet aber andererseits, dass eine im Vergleich zu anderen Gelenken hohe Gefahr des “Auskugelns” in der Fachsprache der "Luxation" besteht. Hierbei springt der Oberarmkopf aus der Gelenkpfanne. Daraus resultieren meist weitere Verletzungen: Einrisse an der Gelenkkapsel und den Stabilisierungsbändern sind oft die Folge. Aber auch Knorpel-, Knochen- und Nervenverletzungen können auftreten. Insbesondere reißt aber häufig die für die Stablilität äußerst wichtige Gelenklippe (Labrum glenoidale) ab.

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Degeneration oder Traumata wie die AC-Gelenkssprengung (Tossy / Rockwood) können eine schmerzhafte Schulter hervorrufen.   Nach der Zerstörung eines kleinen Gallertkerns ähnlich dem einer Bandscheibe, führt die täglich Beanspruchung des Schultereckgelenks (AC Gelenk) zu einer schmerzhaften Knochen und Knorpelschädigung.

Durch knöcherne Randausziehungen kann dies ebenfalls zu einem sekundären Impingement - Syndrom führen.

Schultereckgelenkarthrose

 

Die exakte Diagnosestellung (Röngen / MRT) in Verbindung mit einer Beschwerdedifferenzierung (Injektion des AC Gelenkes) ergibt die konervative oder operative Vorgehensweise

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Wenn die Schulter durch Arthrose ständig schmerzt, Anziehen, Kämmen, Waschen, usw. zur Qual werden, sollte erwogen werden, die verschlissenen Gelenkflächen der Schulter zu ersetzen. Heute ist die Gelenkersatz OP an der Schulter (künstliches Schultergelenk) in der Hand des Spezialisten ein Routineeingriff, durch den sich die Lebensqualität erheblich verbessern lässt.

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Wie kommt es zur Arthrose am Schultergelenk? Verglichen mit anderen Gelenken ist die Arthrose am Schultergelenk eher selten. Der Gelenkknorpel der Schulter wird nämlich im Vergleich zum Knie- und Hüftgelenk im täglichen Leben erheblich weniger beansprucht. Häufige Ursache einer Arthrose der Schulter (Omarthrose) ist ein vorausgegangener Unfall (Knochenbruch, Schulterluxation, schwere Stauchung) oder die allgemeine Neigung des Patienten zu Arthrose, d.h. eine gewisse individuelle Knorpelschwäche.

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Schultereckgelenk- (oder AC-Gelenk-) Verletzungen entstehen häufig durch einen Sturz auf die Schulter. Das Röntgenbild zeigt: Es ist zwar nichts gebrochen, es besteht aber eine Schultereckgelenk-"Sprengung". Was ist darunter zu verstehen? Wie sieht die beste Behandlung aus?

SchulterECKgelenkverletzung

Wie ist das Schultereckgelenk aufgebaut und was passiert bei seiner Verletzung?
Das Schultereckgelenk (Acromioclaviculargelenk; AC-Gelenk) ist die gelenkige Verbindung zwischen dem äußeren Ende des Schlüsselbeins (Clavicula) mit dem Schulterdach (Acromion), zwischen dessen Knorpelflächen sich als Puffer eine Bandscheibe, ein so genannter „Discus“ befindet. Das sehr straffe Gelenk ist von einer kräftigen Gelenkkapsel umgeben. Es wird zusätzlich durch weitere Bänder, die coracoclaviculären Bänder stabilisiert. Bei einer Verletzung des Schultereckgelenks kommt es, je nach Ausmaß der Gewalteinwirkung, zur Überdehnung oder Zerreißung eines oder mehrerer der Stabilisierungsbänder. Die Verletzung kann nach dem Ausmaß der Bandverletzung und der Fehlstellung des äußeren Endes des Schlüsselbeims in unterschiedliche Grade nach Tossy (I-III) oder nach Rockwood (I-VI) eingeteilt werden. Dabei bedeutet Grad-I die leichteste Verletzung.

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Schulteroperationen waren früher risikoreiche Eingriffe und die erzielten Ergebnisse häufig nur mäßig befriedigend. Dank moderner, minimal-invasiver Operationsverfahren sind heute Schulteroperationen durch die Hand eines Experten risikoarm und sehr effizient. Die Schulterarthroskopie, d.h. das Reparieren von Schäden am Schultergelenk ohne das Gelenk aufschneiden zu müssen, hat vor ca. 10 Jahren seine unvergleichliche Erfolgsgeschichte begonnen und ist aus der modernen Schulterchirurgie nicht mehr weg zu denken. Durch die Arthroskopie kann heute vielen Patienten effektiv und sicher geholfen werden, die früher dauerhaft leiden mussten.

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Was bedeutet Schulterthroskopie?
Wörtlich übersetz bedeutet arthros = Gelenk und skopein = hineinschauen. Heute versteht man unter eine Schulterarthroskopie jedoch nicht nur das Hineinschauen in die Schulter, sondern vor allem auch das gleichzeitige minimal-invasive Reparieren des Gelenkschadens.

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Die Behandlung einer eingesteiften Schulter erfordert vom Betroffenen sehr viel Geduld und Motivation. Dank moderner Diagnostik und gezielter Behandlungsmethoden kann diese quälende Erkrankung heute jedoch effizient therapiert werden.

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Wie kommt es zu einer Schultersteife?
Vereinfacht gesprochen gibt es hierfür drei Ursachen: Die bei weitem häufigste Form ist die schicksalhaft auftretende Schultersteife, die sog. primäre Capsulitis adhaesiva. Es kommt hier ohne äußere Ursache zu einer Entzündung mit Verklebungen und Verwachsungen der Gelenkkapsel, was zu einer Einschränkung der Bewegungsfreiheit führt. Ursache für die "sekundäre" Schultereinsteifung ist ein Schmerz, der durch eine andere Erkrankung oder Verletzung der Schulter entsteht. Bewegt ein Patient etwa nach einem Unfall die Schulter längere Zeit nicht, führt dies zu einer Schrumpfung der Gelenkkapsel und der Bänder. Folge ist die Einbuße an Bewegunglichkeit. Eine dritte jedoch seltene Ursache einer Schultersteife kann die Arthrose des Schultergelenks sein. Knochenwülste, die sich im Verlauf des Gelenkverschleißes bilden, stoßen bei Bewegung gegeneinander und schränken diese ein.

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Schulterschmerzen gelten immer mehr als Volkskrankheit. Häufig ist das „Impingement-Syndrom“ verantwortlich.

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Was ist unter dem Impingement - Syndrom der Schulter zu verstehen?
Als Impingement-Syndrom bezeichnet man Schulterschmerzen, die sich auf Grund einer Enge zwischen dem Oberarmkopf und dem Schulterdach entwickeln. Da hier bereits von Natur aus eine gewisse Enge besteht, kann es zu einer chronischen Reizung der Sehnenansätze (Supraspinatussehne / Rotatorenmanschette) und des Schleimbeutels dieser Region kommen. Besonders häufig entwickeln bestimmte Berufsgruppen, beispielsweise Anstreicher, aber auch Überkopfsportler wie Tennis- oder Volleyball-Spieler ein Impingement-Syndrom. Die anfangs belastungsabhängigen Schmerzen, vor allem bei Tätigkeiten mit angehobenem Arm, können im Verlauf in Ruheschmerz münden.

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